Die Investition

Die Gesamtinvestition beträgt ca. 215 Mio. Euro. Die Nürburgring GmbH wird vornehmlich für die rennstreckennahen Angebote wie Haupttribüne, Boulevard, Indoor-Arena, Event-Halle, Welcome-Center und Indoor-Attraktion einen Betrag von ca. 135 Mio. Euro verantworten. Ein Großteil der Finanzierung und des Risikos wird von privater Seite getragen. Der Investor für die Bausteine Hotel, Motorsport-Resort, „Dorf Eifel“ und ein Personalhaus bringt ca. 80 Mio. Euro ein. Der Betrieb dieser Anlagen wird durch ein sowohl im touristischen Markt als auch im Firmenkundengeschäft sehr erfahrenen Betreiber erfolgen. Zur Refinanzierung und Risikominimierung der Gesamtinvestition stellen weitere private Partner des Nürburgrings zusätzlich ca. 40 Mio. Euro für Ausbau und Ausstattung sowie Mieten und Lizenzen einzelner Bausteine und Einrichtungen zur Verfügung. Der Anteil am Gesamtrisiko für die Nürburgring GmbH beträgt somit weniger als 50 Prozent.
 
Das wirtschaftliche Risiko der Nürburgring GmbH ist vom Wirtschaftsprüfungsinstitut Deloitte eingehend untersucht worden. Die Gutachter bestätigen, dass die Berechnungen für den Businessplan plausibel und konservativ angesetzt worden sind, die weitere Geschäftsentwicklung durch den Ausbau erhebliche zusätzliche Erträge erzielen wird und im Ergebnis die Gesellschaft diese Investition tragen kann. Der Investitionsanteil der Nürburgring GmbH erfolgt nicht aus Mitteln des Landes oder des Kreises sondern wird durch die Nürburgring GmbH finanziert. Laut Deloitte-Gutachten wäre selbst im Falle einer deutlich schlechteren Geschäftsentwicklung - als jetzt konservativ geplant - die Nürburgring GmbH in der Lage, ihren Verpflichtungen ohne Landes-Hilfe zu erfüllen. Das Konzept ist wirtschaftlich tragfähig. Ein weiteres Gutachten bestätigt ergänzend, dass auch durch die Baumaßnahme selbst keine außerordentlichen Risiken bestehen.
 
Die Nürburgring GmbH erwirtschaftet in ihrem Kerngeschäft eine ordentliche Rendite. Die Verluste der letzten Jahre sind durch die Austragung der Formel 1 entstanden, die ihnen gegenüberstehende regionalwirtschaftliche Wertschöpfung ist aber deutlich höher. Die Gesellschaft verfügt über eine solide Eigenkapitalbasis. In den letzten 15 Jahren hat die Nürburgring GmbH die selbst erwirtschafteten Gewinne (auch aus der Formel 1) in einer Höhe von ca. 100 Mio. Euro strategisch sinnvoll und ohne nennenswerte öffentliche Unterstützung investiert, z.B. in ein modernes Boxengebäude und den Ausbau der Rennstrecken. Insbesondere in die 80-jährige Nordschleife werden in den nächsten Jahren weitere Millionen investiert, um sie für den Motorsport und die Industrie weiterhin so nutzbar zu halten wie bisher.